M ü h l e n v e r e i n
Hiesfeld e.V. in Dinslaken

      D  a s   w a r  ( a u c h )   2 0 2 0   ? - der Newsblog 


01.01.2020

firework 2020

ein frohes neues Jahr wünscht Ihnen der

Mühlenverein Hiesfeld


05.01.2020

Termine 2020

Mühlentag Denkmalstag Advent am See   Die Plakate sind von 2018/19, aber die Termine darunter sind für dieses Jahr. Jeder, der aktiv mitwirken möchte, kann damit schon jetzt rechtzeitig planen. (Gilt natürlich auch für Besucher, denn das Mühlenmuseum hat an diesen Tagen lang geöffnet.)

01. Juni 2020

Pfingstmontag

13. September 2020

2. Sonntag

29./30. November 2020

1. Advent

 

12.01.2020
Mühlen der Welt Logo Holambra-Mühle in Brasilien

Mit der neuen Rubrik "Mühlen der Welt" will die Web-Redaktion einen Brückenschlag vom Mühlenmuseum zu einigen außergewöhnlichen Mühlen auf der Welt machen, die (noch) nicht als Modelle vorhanden sind.

Wir beginnen mit einer Holländerwindmühle, die tatsächlich noch keine 20 Jahre alt ist. Sie steht in Holambra, auf dem ehemaligen Farmgebiet Fazenda Ribeirão. Die Stadt, die heute mehr als 11.000 Einwohner hat, startete 1948 mit circa 500 niederländischen Auswanderen aus Nord-Brabant. Die Namensgebung der Stadt setzt sich zusammen aus den Anfangsteilen Holland - Amerika - und Brasilien. Die durchweg katholischen Kriegsflüchtlinge waren mit ihren Kenntnissen im Blumen- und Pflanzenanbau willkommen in dem Bundesstaat São Paulo, das heute das Blumenzentrum Brasiliens ist. Die "Blütenzauberer" sind seit ihrer Ankunft zusammen geschlossen in der Cattle Farming Cooperation of Holambra

 (niederl.: Katholieke Nederlandse Boeren- en Tuindersbond).

Die Stadt ist allerdings auch ein Touristentreff wegen der Architektur, der traditionellen Küche und den Künsten und Künstlern (Tanz/Musik).

Eine besondere Erinnerung an die Heimat bietet die erst vor einigen Jahren gebaute Windmühle. Mit 38.5 Metern ist sie die größte Mühle der klassischen Bauart in Südamerika. Sie erinnert an die flämischen Mühlen, die auch im westlichen Belgien gebaut wurden. Ihr Innenleben ist voll funktionsfähig und dient als Museum (Bild: M.J.Ambriola).

Ein YouTube-Video zeigt die Mühle in 4:35 Min.

Moinho Povos Unidos - Holambra-SP - Brasil.
https://www.youtube.com/watch?v=3z5N8OZ0IBY


19.01.2020

Holz vor dem Ofen

Holz für den Sommer

Wieder einmal musste ein Baum gefällt werden, weil er nicht mehr verkehrssicher war. Er stand seit Jahrzehnten neben dem Bademeisterhaus, hat die Luft sauber gemacht und Schatten gespendet. Nein, das Holz auf dem Bild ist nicht der ganze Baum. Als Herkules-Aufgabe hat sich der Vorsitzende mit "Axt und Säge" an das Werk gemacht. Nun muss das Holz zwei bis drei Jahre (aus-)trocknen um dann als Brennholz für den Backofen zu dienen. Das Brot wird nicht verkauft. Für viele Veranstaltungen (auch an offenen Tagen) wird es aber die Kostprobe für die leckere Seite des Mühlenvereins sein.

(Bild Kurt Simons/Mühlenverein)


26.01.2020

Reinhard EichloffWir sind traurig

 

Reinhard Eichloff

* 27. September 1939    17. Januar 2020

Reinhard war Gründungsmitglied des Mühlenvereins

Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und Freunden


02.02.2020
Mühlen der Welt Logo Vento Vivemus bei Nacht

Heute in der Rubrik "Mühlen der Welt": die 1875 in Hurwenen gebaute Windmühle Vento Vivimus. Dieser lateinische Name bedeutet im niederländischen: "Wij leven van de wind". Hurwenen ist eine Gemeinde mit weniger als 1000 Einwohnern und Teil von Maasdriel in Gelderland.

Die auf einem Hügel gebaute Kornmühle hat eine Flügelspannweite von 22,80 m und wurde ab 1975 restauriert. Seit 1991 ist sie wieder voll arbeitsfähig. Die größten Schäden erlitt das historische Bauwerk im 2. Weltkrieg.

Vom 1. April bis 1. Oktober ist die Mühle samstags von 13 - 17 Uhr zu besichtigen (und nach Absprache).

Gestern, am 1. Februar 2020, gab es eine besondere Veranstaltung: von 16 - 22 Uhr gab es das "Abend-Mahlen". In der Vergangenheit war das keine Besonderheit, denn der Müller musste seine Arbeitszeit nach dem Wind "ausrichten". Das war eine gefährliche Zeit, denn es gab keine Lichtstrahler und der Müller musste sein "Windgefühl" nutzen, weil die Luftströmung nur bei Vollmondnächten zu beobachten war.

Unser Vorsitzender Kurt Simons war vor Ort und filmte das Event.

https://www.molendatabase.nl/nederland/molen.php?nummer=230


08.02.2020

NRZ - vor 50 Jahrenvor 50 Jahren

Dieser kleine Zeitungsartikel vom 6. Februar 1970 in der NRZ zeigt, dass es nach Aufhebung des Mühlenbanns (1815 durch Napoleon) wohl noch immer "Probleme" in der Lieferkette (Bauer - Müller - Bäcker) gab. Der Mühlenbann garantierte dem Müller (eigentlich den adeligen Inhabern) eine Beschäftigungs- und Einkommensicherheit. Für die Bauern war dies nicht immer ein Vorteil. Das Mühlenkartell erfüllte einen ähnlichen Zweck. Von der SPD/FDP-Regierung wurde also das Kartell verboten... und hier noch eine Meldung vom 20. Februar 2013:

Bonn - Das Bundeskartellamt hat gegen 22 Unternehmen der Mühlenindustrie Bußgelder in Höhe von insgesamt 65 Millionen Euro verhängt. Grund sind Preisabsprachen beim Vertrieb von Mehl.

https://www.agrarheute.com/land-leben/millionenstrafe-gegen-muehlenkartell-516844


16.02.2020
Mühlen der Welt Logo Die Mühle "Betty" nach Hurricane

Die Insel wurde erst knapp 150 Jahre nach der Entdeckung, im Jahre 1632, durch die Briten kolonialisiert.

1674 bildete Antigua gemeinsam mit Nevis, St. Kitts und Montserrat eine Konföderation englischer Inselkolonien mit gemeinsamem Abgeordnetenhaus unter dem Gouverneur William Stapleton. Seit diesem Jahr wurde Zuckerrohr angebaut, dafür wurden im folgenden Jahrhundert Tausende von Sklaven auf die Insel gebracht. So stieg deren Zahl von 12.500 im Jahr 1713 auf 37.500 (um 1775).

Mit der Unabhängigkeitserklärung am 1. November 1981 wurde der Name der Kolonie, Antigua, geändert in den Namen des unabhängigen Staates Antigua und Barbuda, der heute eine parlamentarische Monarchie ist.

Aus dem 17. Jahrhundert stammt die erste Zuckerrohrplantage der Insel, Betty's Hope. Der Besitzer Christopher Codrington benannte die Plantage nach seiner Tochter Betty. Zwei Windmühlentürme und die Ruinen der Brennerei erinnern an den einstigen Reichtum aus der Ausbeutung der afrikanischen Sklaven.

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Antigua and Barbuda Telefonbuch, 2004 - 2005

Telefonbuch-Titelseite von 2005 mit restaurierter Mühle

1737 baute der Brite Richard Buckley die Zuckerrohrpresse, die heute in der restaurierten Mühle (Beginn 1992) wieder zu sehen ist. Circa 1850 wurde der Wind durch Dampfkraft ergänzt und 1895 erhielt die Mühle eiserne Flügel.

1705 gab es 170 Windmühlen auf Antigua. Die Sklaverei wurde 1834 aufgehoben, doch die Lebenssituation der arbeitenden Menschen hat sich dadurch nicht verbessert. Der Zuckerrohranbau blieb eine Schinderarbeit.

Antigua 1823

Dieses Bild von 1823 zeigt die damalige Szenerie, als eine handvoll Europäer (meist Engländer) über mehr als 37.000 Sklaven, die aus Westafrika verschleppt wurden, herrschten. Der ursprüngliche "Besitzer" musste während eines Krieges vor den Franzosen fliehen und so wechselte die Plantage samt Mühle und Rum-Brennerei später in andere Hände.

Christopher Codrington hatte mit der Namensgebung "Betty's Hope" (Hoffnung) zum Ausdruck bringen wollen, dass der Umzug von Barbados nach Antigua eine richtige Entscheidung gewesen sei.

 

aus Wikipedia:

Eric Clapton (* 1945), englischer Gitarrist, Sänger und Komponist, gründete hier das Crossroads Centre Antigua, eine Drogenklinik für Reiche.


Silvio Berlusconi (* 1936) besitzt ein Anwesen mit sieben Villen auf Antigua.

(alle Bilder gemeinfrei - ohne kommerzielle Nutzung)


23.02.2020

SachbeschädigungObsersavations-Camerakein Kommentar,

aber eine Frage:

Kamera nicht gesehen? 


01.03.2020Reise-Icon (animated)

Reisebericht in die Vulkan-Eifel

"Eine  große  Vielfalt  an  Gesteinen  wurde  in  Europa  zur  Herstellung  von  Mühlsteinen  genutzt:  Sandsteine,  Arkosen,  Konglomerate,  Kalksteine  oder  Granite.  Mühlen*  aus  diesen  Gesteinen  deckten  jedoch  immer  nur  den  lokalen  Bedarf.  Die  großen  Produktionszentren  für  Mühlsteine,  von  denen  aus  weit  überregional  exportiert  wurde,  entwickelten  sich  ausschließlich  in  vulkanischen  Regionen.  Zur  Herstellung  der  qualitätsvollen  Mühlen  wurden  sorgfältig  Laven  ausgewählt,  die  im  Vergleich  zu  anderen  Gesteinen  hervorragende  Eigenschaften  als  Mühlsteinrohstoff  besitzen.  Diese  Laven  verfügen  über  mehrere  Vorteile:  Aufgrund  der  raschen  Abkühlung  an  der  Erdoberfläche  sind  sie  extrem  feinkörnig,  d.h.  beim  Mahlvorgang  werden  keine  größeren Kristallkörner oder Gesteinsstücke, die das Mehl verunreinigten und Zähne schädigen,  herausgebrochen.  Die  Laven  sind  hart,  der  Abrieb  bleibt  somit  im  Vergleich  zu  einem  Sandstein  oder  Granit  geringer,  damit  ist  die  Mühle  lange  nutzbar.  Aufgrund ihres Gasgehaltes sind die Laven vesikulär, die Mühle besitzt also trotz des Verschleißes  selbstschärfende  Eigenschaften  durch  die  ständige  Öffnung  neuer  Blasenräume. Zudem bietet die Größe der Blasen im Gestein gute Griffigkeit für das Getreidekorn,  das  so  beim  Mahlen  effektiv  zerrissen  wird.  Die  vesikuläre  Struktur  verringert  zudem  die  Dichte  des  Gesteins,  was  Handhabung  und  Transport  der Mühlen erleichtert." (Zitat aus einer wissenschaftlichen Arbeit - Universität Mainz) 

Carolin Franck (Vorstandsmitglied im Mühlenverein) ist in die Vulkan-Eifel gefahren und hat Bilder mitgebracht vom Rother Kopf (unweit von Gerolstein), ein Lavagelände aus dem bereits die Römer Mühlsteine "geschlagen" haben. Bei  68  analysierten  Mühlsteinen  aus  verschiedenen  Regionen  Mitteleuropas  konnte  so  für  49  Fundstücke  eine  Eifeler  Provenienz  festgestellt  werden.

* mit Mühlen sind hier Mühlsteine gemeint

Rother Kopf Bild 1 Rother Kopf Bild 2 Rother Kopf Bild 3

klick auf Bild für große Darstellung


08.03.2020

Ankündigung Mitgliederversammlung

Ankündigung

für die Planung

Am Samstag, 9. Mai 2020 soll die nächste Mitgliederversammlung des Mühlenvereins ab 18 Uhr stattfinden. Ab nachmittags ist ein gemütliches Treffen (mit Brotbacken) geplant. Es wird rechtzeitig eine schriftliche Einladung geben - Bitte Termin schon einplanen.

Diese Planung setzt voraus, dass die derzeitige gesundheitliche Bedrohung bis zu diesem Termin abgeklungen ist und die Versammlung rechtlich erlaubt ist!


15.03.2020

Einrüstung des Fachwerkhauses durch die Firma Geese

Bauzaun

Keine Sorge! Eines der ältesten Gebäude im Dorf (von 1693) wird nicht abgerissen. Im Gegenteil - Die Stadt hat umfangreiche Sanierungsarbeiten in Auftrag gegeben für das jetzige Haus der Wassermühle. Die Farbschmierereien werden ebenfalls entfernt, da sie nach Ansicht von Fachleuten keinerlei künstlerischen Wert haben. Richtige Graffiti-Künstler schämen sich für diese Amateure, die Baumarktfarbe auf denkmalgeschützten Bauwerken auftragen.


15.03.2020
wichtige Mitteilung

an unsere Besucher

Zu ihrem Schutz und der Gesundheit unserer Ehrenamtlichen haben wir uns als Mühlenverein entschlossen, die Gebäude des Mühlenmuseums und der Wind- und Wassermühle ab 16. März bis mindestens zum 9. April auf weiteres zu schließen. Wir werden in dieser Zeit auch keine Besuchergruppen empfangen.

Müller, aber auch andere Berufe, haben zu allen Zeiten eine hohe Verantwortung getragen.

Als Mühlenverein wollen wir diesem Anspruch gerecht werden.


22.03.2020Loch in der Ziegelsteinwand zwischen dem Fachwerk

Bauzaun (2)

Zwischen den beiden Brettern ist das Loch zu sehen, bei dem defektes Ziegelwerk erneuert werden muss. Die Baufirma erledigt viele Bergbauschäden. Die Wassermühle und das Fachwerkhaus war im Übrigen vor 100 Jahren für mehr als 10 Jahre im Besitz des "Hamborner Bergbaus / Thyssen". Im Oktober 1924 beendete der letzte Wassermüller den Mühlenbetrieb. Ein abgequetschter Arm (Arbeitsunfall am Wasserrad) und ein krimineller Geschäftspartner trieben ihn in die Insolvenz.


29.03.2020

Plakat Deutscher Mühlentag mit Absage

'zur Planung...'

Bevor die Landesregierung die Pandemie-Maßnahmen ausgesprochen hat, hatte der Vorstand des Mühlenvereins bereits die vorübergehende Schließung der Mühlenbauwerke beschlossen. Eigentlich war klar, dass unser aller Problem mit 14 Tagen nicht erledigt sei. Deshalb ist es nun vorausschauend und sicher richtig, auch den "Deutschen Mühlentag" bereits jetzt abzusagen.

Eberhard Jahn, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V.,  hat die Betreiber historischer Mühlen und Mühlenvereine davon in Kenntnis gesetzt, denn natürlich benötigt ein solcher "Feiertag" auch immer eine Planungs- und Vorbereitungszeit.

Auch die vom Mühlenverein geplante Mitgliederversammlung am 9. Mai dürfte damit unwahrscheinlich werden. Der Vorstand wird dazu in Kürze eine "eMail-Konferenz" haben.


05.04.2020
Mühlen der Welt Logo die große Mühle von Danzig

Die Große Mühle (polnisch Wielki Mlyn) auf der Radaune-Insel in der Altstadt von Danzig gehört zu den größten Wirtschaftsbauten des Mittelalters.
Das Backsteingebäude wurde im 14. Jahrhundert (ab 1350) durch den Deutschen Orden errichtet, der auch den Radaunekanal erbaut hatte, dessen Wasser die Mühle bis 1945 antrieb. Bis zu ihrer Zerstörung waren Mühle und Backofen fast 600 Jahre nahezu ohne Unterbrechung im Betrieb. Die Mühle wurde anfangs durch zwölf, später durch 18 große Mühlräder angetrieben.

Heute befindet sich in der im Krieg ausgebrannten Großen Mühle ein Einkaufszentrum mit 60 einzelnen Shops. Im Innern sind heute aber auch noch einige große Mühlsteine zu betrachten.

Bernsteinmuseum in historischer Mühle

dpa-Meldung vom Februar 2020. Das bekannte Bernsteinmuseum von Danzig soll im kommenden Jahr einen neuen Standort beziehen. Ab dem 28. Juni 2021 ist das Museum in der Großen Mühle untergebracht, einem Wahrzeichen der Stadt an der polnischen Ostseeküste.

Die Mühle wird derzeit restauriert. Bisheriger Standort des Bernsteinmuseums ist der Stockturm. Nach dem Umzug an die neue Adresse soll dort, laut dem Fremdenverkehrsamt Polens, ein Museum zum Wiederaufbau von Danzig nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen.

Der Turm im Hintergrund gehört knapp 200 Meter östlich zum  Altstadtrathaus.

auf der medialen Wikipediaseite sind zahlreiche Fotos zu sehen, die den Umfang der Mühle verdeutlichen:

BILDER-Datenbank zur großen Mühle auf Wikipedia

Das prächtige Fachwerkhaus des Müllers

Das Fachwerkhaus des Müllers.

aus Wikipedia + dpa

(Bild Andrzej Otrebski - CC BY-SA 3.0)


12.04.2020   Ostersonntag
Briefmarke von 1997 Briefmarke von 1997 Briefmarke von 1997

Schleswig-Holsteinische Schöpfwindmühle

Galerieholländer Windmühle

Niederrheinische Bockwindmühle

Briefmarke von 1997 Briefmarke von 1997

Frohe Ostern

Statt Eiersuche im Mühlenmuseum bieten wir eine philatelistische Besonderheit: Briefmarken für die Wohlfahrtspflege mit Mühlenmotiven (1997), noch in Pfennigen. Jede Marke ist für eine Vergrößerung klickbar.

Hessische Wassermühle

Schwarzwälder Wassermühle

Danke an Kurt Simons für die Leihgabe an die Web-Redaktion


13.04.2020   Ostermontag
Briefmarke DDR Mühlenmotiv

... auch noch gefunden.

Zwei besondere Marken (benutzt = gestempelt) als kleine Glanzlichter im Nachschlag. Eine Marke aus der DDR in der Nähe von Riesa (1981). In Zons steht noch eine Windmühle auf einer Stadtmauer. Die Sonderbriefmarke zur 500-Jahrfeier der Stadt Neuss zeigt eine solche während der Belagerung 1474/75. Jede Marke ist für eine Vergrößerung klickbar.

Briefmarke zum Stadtjubiläum von Neuss mit Windmühle auf Mauer

Turmholländerwindmühle Pahranz

 

Stadtmauerwindmühle in Neuß


19.04.2020

Mühlen der Welt Logo

Briefmarke aus DDR-Zeit - die selbe Mühle mit FlügelnDiese Briefmarke gehörte zu den Osterüberraschungen auf dieser Seite. Eine User-Anfrage können wir hier beantworten: Ja, es gibt die Originalmühle, die als Vorlage genommen wurde, allerdings nicht mehr mit den schönen roten Flügeln.

die vierstöckige Mühle in Sachsen ohne Flügel

Im Osten Deutschlands findet sich vornehmlich der niedrige, meist zylindrische, gedrungen wirkende Turmwindmühlentyp mit max. drei Stockwerken, oft mit Zwiebel- oder Glockenhaube und Windrosensteuerung, aber auch hohe Turmmühlen wie die in Pahrenz, Gemeinde Hirschstein.

Die Turmholländerwindmühle Pahrenz befindet sich in der Gemeinde Hirschstein, weithin sichtbar an der Bundesstraße 6 zwischen Meißen und Oschatz. Sie steht auf einem 141,5 m hohen Windmühlenberg und wurde 1889 in ihrer jetzigen Gestalt gebaut.

Ein Bericht des MDR-Fernsehen: Vorglühen für den Mühlentag: Mehlsackweitwurf in Pahrenz
https://www.mdr.de/sachsen/dresden/grossenhain-riesa/mehlsackweitwurf-pahrenz-102.html

 

Besuchen Sie in Pahrenz das über 100 Jahre alte technische Denkmal. Das Mühlenmuseum lädt von April bis Oktober an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen zu Besichtigungen ein. Nach Anmeldung ist diese ganzjährig möglich.

Das Gartenlokal ist von April bis September immer samstags, sonntags und feiertags von 13.30 bis 18.30 Uhr geöffnet.

Zu Pfingsten findet das Mühlenhof-Fest statt. Auskünte erhalten Sie unter Telefon:  035266 82311 oder 035266 82129.

(derzeitig sind Besuche wahrscheinlich nicht möglich und der "Deutsche Mühlentag 2020" ist bundesweit abgesagt)

aus Wikipedia, MDR + anderen Quellen

(Bild: Tourismusverein Sächsische Elbweindörfer e.V.)


Mühlen der Welt LogoNACHTRAG aus facebook:
Am 20. April schrieb unser Mühlenfreund Hans Terhaer auf facebook mit Bildern:
"Ich war an der Pahrenzer Mühle als sie noch komplett war. Auch das Innenleben habe ich gesehen. Dann war ich (nochmals) an der Mühle, da hatte man die Haube abgenommen. Der Krühring war defekt. Der Krühring ist aufgebaut wie ein Kugellager - eine Lagerschale auf dem Mauerwerk und eine Lagerschale an der Kappe befestigt. Dazwischen sind Kugeln mit ca. 15 cm Durchmesser. So etwas war für mich absolut neu. Die Königspindel (komplett aus Stahl) befindet sich nicht in der Mitte der Mühle. Sie ist zum Rand 

Krühring an der Mühle Pahrenz - Bild Hans Terhaer

der Mühle versetzt. Alle Geräte und Maschinen waren noch in der Mühle. Top Zustand."


26.04.2020
Haus 3 ist eingerüstet für DacharbeitenDie whatsapp-Gruppe der Mühlenfreunde hat die Bilder zuerst gesehen. Doch nun ist die Nachricht auch hier im blog: Die Pfettenköpfe am Haus III des Mühlenmuseums sind verrottet und müssen ausgetauscht werden. Für diese Arbeit muss das Dach aufgedeckt werden. Die Arbeiten haben begonnen und werden circa drei Wochen dauern. Das Haus ist als Bademeisterhaus 1924 gebaut worden und wurde durch ergänzende Baumaßnahmen, unter anderem finanziert von der NRW-Stiftung, mit dem großen Mühlenhaus verbunden. Die beiden Etagen wurden mit einer platzsparenden Spindeltreppe verbunden. Der vor kurzem verstorbene Hiesfelder Architekt Heinz Husmann (auch langjähriges Mitglied im Mühlenverein) verbaute in Absprache mit dem Bauamt einen Mühlstein als unterste Treppenstufe. Da Mühlstein und Haus im Besitz der Stadt sind, war der erste Schritt also ein kurzer (Dienst-)weg nach oben (Bild: Kurt Simons)

03.05.2020
Denkmalstag 2020

Der Tag des offenen Denkmals® wird 2020 digital
Deutsche Stiftung Denkmalschutz ruft zu virtuellen Angeboten auf

Der Tag des offenen Denkmals, Deutschlands größtes Kulturevent für die Denkmalpflege, geht im Corona Jahr 2020 veränderte Wege. Das teilte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin als Konsequenz aus dem Beschluss der Bundesregierung mit, alle Großveranstaltungen bis derzeit 31. August zu untersagen. Die Vielzahl der Veranstaltungen und die Millionen von Denkmal zu Denkmal wandernden Besucher machen aus dem Tag ein risikoreiches Großevent. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ruft stattdessen dazu auf, Denkmale kontaktfrei und digital zu präsentieren. Dazu bietet die Stiftung in Kürze allen Veranstaltern Instrumente an, die bei der Umsetzung helfen sollen.

Wie wird der Tag des offenen Denkmals® digital?

Nach intensivem Austausch mit Veranstaltern, Teilnehmern und treuen Besuchern aus dem ganzen Bundesgebiet sieht sich die DSD in der Verantwortung, eine Alternative anzubieten. „Die Stiftung weiß sich mit dieser Entscheidung, die mehr der Vernunft denn dem Herzen folgt, von vielen unterstützt. Für den Tag des offenen Denkmals in seiner beliebten üblichen Form müssen einfach zu viele Türgriffe angefasst werden,“ so Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.


10.05.2020 Muttertag
HanddrehmühleZum Muttertag:

Die Mutter aller Mühlen

Vor etwa 3600 Jahren wurde das Wirkungsprinzip der eigentlichen Mühle, das Zerkleinern des Mahlgutes zwischen einem feststehenden Bodenstein und einem rotierenden Läuferstein, in Indien entdeckt. Ob mit der Kraft des Wassers oder des Windes, die Drehbewegung der Antriebswelle wird so geleitet und umgesetzt, dass in der Mühle diverse Maschinen, etwa zum Mahlen von Getreide, Schleifen von Steinen oder Sägen von Holz, angetrieben werden.

(Bild +Text: DGM)


17.05.2020
Die Dacharbeiten sind fertig Pünktlich wurden die Dacharbeiten am Haus III des Mühlenmuseums erledigt. Auch innerhalb des Gebäudes hat sich etwas getan. Die Modelle im Erdgeschoss zeigen nun in einer Reihenfolge die technische Entwicklung der Mühlen. Das Modell der Hiesfelder Windmühle (Besonderheit: das Modell ist 'aufgeschnitten' und zeigt das Innenleben der Mechanik) ist von der obersten Etage in Haus II nun hierhin gewandert. Für viele, denen die Treppen beschwerlich waren, ist dies sicher eine gute Nachricht. Leider stimmt der virtuelle Computer-Rundgang (siehe Portal Museum) nun nicht mehr mit der Wirklichkeit überein. So aktuell war der 360°-Spaziergang auf dem Monitor allerdings schon nicht mehr, weil die drei letzten Modell-Zugänge erst nach der 800-Bilder-Show aufgestellt wurden. Dazu zählt auch die Kugelmühle in der 1. Etage dieses Hauses. Sie ist kein Modell, aber ein 1:1 Nachbau von der schwäbischen Alb. Diese Mühle bedeutet immer Arbeit: Für den "künstlichen Fluss" hilft nur der Wassereimer, um die Verdunstung auszugleichen. (Bild: Kurt Simons)

24.05.2020

alles schön... bis auf den Efeu?

(fast) fertig

In den letzten Jahren mussten zwei nahe an den Häusern befindliche Bäume gefällt werden. Das haben Holzfäller gemacht. Nun ist das Dach schön. Das haben Dachdecker gemacht. Jetzt brauchen wir... einen Efeu-Meister (oder so ähnlich). (Bild: Kurt Simons)


31.05.2020

Mühlen der Welt Logo

Bild: Johan Bakker - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=42926942

die Genever-Mühle

De Noord (vollständige Bezeichnung niederländisch De Noord Molen, deutsch Die Nordmühle) ist eine Holländerwindmühle in Schiedam, Südholland, Niederlande. Sie war lange Zeit die höchste Windmühle der Welt.

Bereits seit dem 18. Jahrhundert prägte eine Gruppe von besonders hohen Galerieholländerwindmühlen das Ortsbild von Schiedam. Diese Mühlen dienten ehemals vor allem zum Mahlen von Malz für die zahlreichen ortsansässigen Brennereien. Von den ehemals mehr als 20 Schiedam-Mühlen sind heute nur noch fünf erhalten. Von diesen ist De Noord (Baujahr 1803) mit einer Kappenhöhe (ohne Flügel) von 33,3 m die höchste. Die Flügelspannweite beträgt 26,6 Meter.

Seit die Kappe der ehemals 38 m hohen Mühle De Hoop in Breda 1927 demontiert wurde, war De Noord weltweit die höchste historische Windmühle.

Anfang der 1930er-Jahre stellte die Mühle den Betrieb ein. Im Jahr 1937 wurde das Oberteil der Mühle abgerissen, so dass nur noch ein Stumpf erhalten blieb. Im Jahr 1955 kaufte die Gemeinde Schiedam den Stumpf, um das Baudenkmal zu erhalten und wiederherzustellen. In zwei Bauabschnitten, 1962 und 1971, wurde das Oberteil in alter Höhe wieder aufgebaut. Auch der Windkraftantrieb und das Mahlwerk wurden wieder funktionstüchtig hergestellt.

Die Mühle behielt den Status der höchsten Windmühle der Welt bis ins Jahr 2006, als in der Nähe die Mühle De Nolet (siehe Bild im Hintergrund), eine Windkraftanlage im Baustil einer historischen Windmühle, neu errichtet wurde.

 Heute beherbergt De Noord ein Restaurant.

07.06.2020

10 Jahre nach Re-Start

Homepage2001

Homepage 2010-2020

2001 -2010

seit 1. Juni 2010

2001 war der Mühlenverein einer der Ersten mit einer eigenen Homepage. So wurde der Auftritt im Internet damals kurz benannt. Es waren 7 Seiten mit den wichtigsten Informationen als permanente Visitenkarte im World Wide Web. Das Bildformat von 4:3, gestaltet von Dirk Altena und Sebastian Strauch, entsprach dem Bildschirm der damaligen Röhren-Monitore. So fortschrittlich der Mühlenverein auch damals mit den Webseiten war, so machte er jedoch keine Werbung auf Briefbögen oder Kugelschreibern für sein digitales Angebot. Die leider sehr lange Internetadresse (URL) und fehlende Schlüsselwörter für die Suchmaschinen (damals führend YAHOO) verhinderten eine große Besucherzahl. Da sich der Inhalt über Jahre nicht veränderte, gab es auch keine Veranlassung für einen "Zweit-Besuch" der Internetseite.

Nach knapp 10 Jahren überredete das Vorstands-mitglied Clemens Glunz den Vorsitzenden Kurt Altena zu einem Re-Start. Nach einem Sonntag-Kaffeekränzchen mit einem langjährigen Freund und Kollegen, der schon für andere Organisationen und Firmen Webseiten gestaltet hatte, fiel die Entscheidung für eine neue Webseite.

Nach 5 Monaten Vorarbeit wurde sie am 1. Juni 2010 gestartet. Seitdem stieg die Seitenzahl auf 150 mit mehr als 1,5 Gigabyte Text und Bildern. Mit einem kontinuierlichen Aufbau der Inhalte (zu den Mühlen, dem Museum und dem Verein) gab es schließlich fast jedes Wochenende eine Meldung. Wichtiges aus dem Vereinsleben landet am Jahresende auf traditionellem Papier: der Vereinszeitung Mühlen und Mehr.

Seit 2016 (40 Jahre Mühlenverein) gibt es die jeweils neuen Nachrichten auch in dem sozialen Medium facebook. Bereits zuvor bietet der Verein einen eigenen Filmkanal auf youtube an. Der neue Vorsitzende Kurt Simons administriert zudem eine whatsapp-Gruppe, bei der man sich über seine Email-Adresse anmelden kann.

Die Entscheidung vor 10 Jahren feiert also heute ein kleines Jubiläum. Aus einer digitalen Visitenkarte wurde eine große digitale Mühlenwelt. In machen Monaten sind es fast 1000 Klicks auf diese Seiten und die Zahl der Facebook-Abos geht auf 150 zu. Danke an alle Besucher, Liker und Freunde. Ein besonderer Dank gilt allen Helfern, die mit Tipps, Nachrichten und Bildern diese Info-Welt erst möglich machen.


14.06.2020

Arbeiten im Frühling

Der letzte Teil der Frühlingsarbeiten oder

was passiert, wenn "nichts" passiert? Die Virus-Pandemie bleibt auch für das Vereinsleben und 'unsere' Mühlen nicht ohne Folgen. Eine Mitgliederversammlung im Autokino? - Abstandhalten im Mühlenmuseum? Vieles ist nicht umsetzbar, wenn man die weiter bestehenden Regeln einhalten will bzw. muss. Ab dem 15. Juni lässt die NRW-Regierung wieder Grillfeste zu... Wir könnten ja ein Backfest mit Buchweizenmehl vom befreundeten Mühlenverein aus Georgsdorf verbacken... Nun ja, ...

Trotz der Beschränkungen blieb die Arbeit nicht liegen. Immer einzeln wurde gesäubert oder repariert. Die beiden großen Veranstaltungen des Jahres (Pfingsten - Mühlentag / September  - Denkmalstag) mussten ausfallen. Doch es werden bessere Zeiten kommen; dafür ist der Mühlenhof von Grünspan und Moos befreit, der Backofen gerichtet und der Mühlenverein hat eine größere Spende bekommen für... Doch das ist eine neue Geschichte. Liebe Blog-Leser: bleibt gesund! 


21.06.2020

Mühlen der Welt Logo

Bild: Facebook

brandneue Holländermühle in Neuseeland

http://www.foxtonwindmill.co.nz/

In unserer Serie "Mühlen der Welt" haben wir diese Holländerwindmühle in einem 'Dorf' in Neuseeland entdeckt. Foxton, gelegen auf der Nordinsel nahe der westlichen Küste, hatte im letzten Jahr 3130 Einwohner. Mühlen sind in dieser Region keine Seltenheit. Einst standen hier über 50 Flachsmühlen, die Rohstoffe für die Teppichindustrie lieferten. Durch die geringe Effizienz gegenüber modernen Maschinen, wurden diese Mühlen Ende der 1930er geschlossen und abgerissen. Die letzte Teppich-Fabrik schloss 2008.

In dieser Region leben Maoris nachweislich seit dem 13. Jh. Später kamen die europäischen "Entdecker". Neben Briten zog es besonders Niederländer, auch als Auswanderer, auf diesen Erdflecken. Mit dem Niedergang der Teppich-Industrie stieg die Arbeitslosigkeit und die Region musste sich neu erfinden. In der Kleinstadt entstanden zahlreiche Boutiquen, Galerien und Cafés, eine Maori-Schnitzschule, ein Flachs-Museum und ein Kulturpark mit zahlreichen Auszeichnungen. Den auch sprichwörtlichen Höhepunkt schlug Bürger Cor Slobbe vor: Bau einer Windmühle nach dem Vorbild holländischer Mühlen aus dem 17. Jh. Diese Mühle sollte Weizen mahlen, Besucher unterrichten und eine echte Replik werden.

In 2003 wurde "die Mühle" nach Plänen des Architekten Jan Heydra im Kulturpark fertig gestellt. Auf drei Etagen treibt die Königswelle zwei Mühlsteinpaare an. Bis auf den steinigen Mehlsöller ist das Bauwerk natürlich aus Holz. An windigen Tagen dreht die Mühle für vier Mehlsorten, die als Mehl oder gebackenem Brot im Shop im Verkauf sind.

Da Foxton zusätzlich einen prächtigen Strand, einen Fischer-Hotspot und eine interessante Vogelwelt bietet, besuchen jährlich 150.000 Touristen das kleine Dorf. Davon wurden 35.000 Gäste in der Mühle gezählt, da auch noch eine beliebte Cafeteria jeden Tag für 8 Stunden öffnet.

Die unter Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher gebaute Mühle hatte einen professionellen Partner und Lieferanten: Vaags Molenwerken in den Niederlanden (nahe der deutschen Grenze). Ihre Beiträge an der jungen Mühle sind die Mechanik und die vier Segel. Vaags ist auch der Vertraute der Hiesfelder Windmühle. Lesenswert ist die Internet- und facebook-Seite (Link oben)


28.06.2020
unsere neue Teigknetmaschine

Was ist das denn...?

... und der Mühlenverein hat eine größere Spende bekommen für... und hier ist die neue Geschichte: Von der Bank ("die uns den Weg frei macht") haben wir eine finanzielle Unterstützung für die Anschaffung dieser Maschine erhalten. Das ist die Häussler SP 20 KA für 18 Liter

  • modernste Technik, einfach zu bedienen
  • integrierte Zeitschaltuhr
  • Kessel und Arm drehen sich gleichzeitig
  • robuster Industriemotor
  • unverwüstlichem Doppelkettenantrieb

und das ist kein Mühlenmodell, sondern eine Teigknetmaschine als Zubehör für unseren Backofen an der Wassermühle. Sorry, es wird kein täglich Brot geben; aber wenn wieder gefeiert werden kann und wenn es spezielle Anlässe gibt... dann wird geknetet und gebacken. Am nächsten Sonntag gibt es mehr dazu...


05.07.2020

das Brot ist noch sehr warmdie Glut im Ofen leuchtet

Wie in der alten Zeit...?

Kaum war die neue Teigknetmaschine mit Rädern und Strom versehen, wurden einzelne Mitglieder "gezwungen" das Gerät auszuprobieren. Doch damit nicht genug: Sie mussten auch noch verschiedene Brote backen und schließlich sogar essen (natürlich unter den bestehenden Corona-Schutz-Bedingungen). Eigentlich sollte nur festgestellt werden, ob die Maschine funktioniert; ja - keine Reklamation... aber doch: Bei der Redaktion ist keine Scheibe Stuten angekommen.

... und gleich wird probiert!


12.07.2020

die Windmühle mit neuem Strahlerlicht am Sommerabend

 

 

Wow...

die Beleuchtung der Windmühle wurde überarbeitet und der Vorsitzende Kurt Simons fing die Stimmung des ausklingenden Sommertages ein.

Dank an die Stadt und die Ehrenamtlichen, die immer dafür sorgen, dass die Windmühle auch ein "Leuchtturm" bleibt.

 


19.07.2020

die Windmühle mit neuem Strahlerlicht am Sommerabend

 

 Wow... II

Weil die Resonanz auf das Bild der Hiesfelder Windmühle in der letzten Woche sehr groß war, gibt es hier ein weiteres. Für alle, die hier zum ersten Mal die geschwungenen Flügel sehen: Die Flügel (oder auch Ruten) sind aerodynamisch, wie bei Flugzeugen oder Formel-1-Boliden.

(Bild Mühlenverein / Kurt Simons)


26.07.2020

die frisch gestrichene Wassermühle im warmen Licht am Sommerabend

(Bild Mühlenverein / Kurt Simons)

 frisch gestrichen

und noch ein frisches Bild in den warmen Farben eines Sommerabends. 1693 als Lagerschuppen gebaut und seit 1945 Heimat der Hiesfelder Wassermühle. Dank der Stadt wurden Mauerschäden beseitigt, eine Komplett-Reinigung durchgeführt und Innen- und Außenwände mit neuer Farbe versehen.

im Inneren des Fachwerkhauses - Blick auf das alte Holz und die neue Farbe

(Bild Mühlenverein / Kurt Simons)

zum Schluss

der Sommerbilder ein Blick in das Innere des Fachwerkhauses. Auch hier ist alles gereinigt und bereit für neue und alte Besucher. Als der letzte Müller Altebockwinkel 1924 den Betrieb einstellen musste, da hatte seine Familie die "Spanische Grippe" (weltweit 50 Millionen Tote) überlebt, doch Wind- und Wasserkraft waren der Dampf- und Elektrokraft unterlegen. Die Grippe-Pandemie bekam den Namen "Spanisch.." weil eine spanische Zeitung zuerst darüber berichtete. In den meisten Ländern gab es im 1. Weltkrieg Zeitungszenzur. Der Virus soll zuerst in einem Hühnerbetrieb in Kansas (USA) aufgetreten sein.


09.08.2020

im Inneren des Fachwerkhauses - Blick auf das alte Holz und die neue Farbe

(Bild Mühlenverein / Kurt Simons)

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zu Beginn

einer neuen Serie mit Bildern (hinter den Kulissen) mit dem Wortspiel INSIDE blicken wir in eine 'fast neue' Küche mit Arbeitsplatte und Regal. Auch wenn der Vorstand noch kein "grünes Licht" für die Öffnung von Mühlen und Museum für die Öffentlichkeit an die Web-Redaktion gegeben hat, so lebt der Verein mit Reparaturen und Innovationen weiter. Ein Blick durch das Fenster zeigt den Backofen. Nur ein kurzer Weg, wenn die neue Teigknetmaschine getestet und Brot gebacken wird.

Ein anderes Insight ist das neue/alte GIF-Logo aus den Anfangstagen des Internets. Zur 10jährigen Neu-Gestaltung unserer Seiten, darf es mal wieder etwas "Buntes mit Bewegung" sein. Die GIFs feiern auch in den sozialen Medien eine Wiedergeburt- warum nicht?!

PS: Glückwunsch an die Facebook-Admin zum Geburtstag


16.08.2020

der neue Aushangkasten an der Sparkasse Kreisverkehr Hiesfeld

(Bild Mühlenverein / Kurt Simons)

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Wie Sie sehen,

sehen Sie nichts! Oder doch?

Ein Selfie des Vorsitzenden nach den Bestimmungen des Datenschutzes... ? - Ein Schaukasten der Sparkasse am Kreisverkehr der Kirchstraße in Hiesfeld...? - Zwei "schwarze Bretter" ohne Inhalt...?

Alles (fast) RICHTIG. Das werden die ortsnahen Informationstafeln neben dem Geldautomaten der Sparkasse, die uns helfen, ganz 'old school' Werbung für den Mühlenverein zu machen. Neben den 'sozialen Medien' ist das noch immer eine gute Art, Menschen zu informieren: Mit Standard-Informationen und natürlich Meldungen über Aktionen und Veranstaltungen. Wer möchte, kann über einen QR-Code natürlich trotzdem noch mehr auf dem Smartphone finden.


23.08.2020

August 2020: Blauer Himmel über Buchweizenfeld

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Buchweizen (Fagopyrum) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Knöterichgewächse. Die 15 bis 16 Arten sind in Eurasien und im östlichen Afrika verbreitet.

Trotz der Bezeichnung Buchweizen handelt es sich nicht um Getreide, sondern um ein Pseudogetreide, das sich vor allem zur Diversifizierung der Landwirtschaft anbietet, die sonst von den Süßgräsern Weizen, Gerste und Mais dominiert wird. Da die Früchte des Buchweizens glutenfrei sind, spielt deren Mehl eine wichtige Rolle bei der Ernährung von Menschen mit Zöliakie. Die bekannteste Art der Gattung Fagopyrum ist der Echte Buchweizen (Fagopyrum esculentum).

Die Gattung Fagopyrum wurde durch Philip Miller (1691–1771) aufgestellt. Der Gattungsname Fagopyrum leitet sich aus dem lateinischen Wort fagus ‚Buche‘ und dem griechischen Wort πυρ?ς pyros, deutsch ‚Weizen‘ ab und bezieht sich auf die bucheckernförmigen Früchte.

Die Fagopyrum-Arten kommen ursprünglich in Eurasien und im östlichen Afrika vor. In China kommen zehn Arten vor, sechs davon nur dort. Buchweizen wird in China seit 4600 Jahren und in Japan seit 3500 Jahren kultiviert. 2018 wurden laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO weltweit etwa 2,9 Mio. t Buchweizen geerntet.

Buchweizenkörner müssen geschält und von der Schale getrennt werden, da die Schale, und zwar vor allem die Fruchtschale, den roten Farbstoff Fagopyrin enthält, der gesundheitsschädlich ist. Das rotfarbige Häutchen, das die Körner umgibt, kann nach dem Verzehr Allergien auslösen (Fagopyrismus), welche durch Einwirkung von Sonnenlicht zu Hautekzemen führen können.

Die Körner werden zu Graupen, Grütze, Grieß oder Mehl, das landschaftlich Heidemehl oder Heidenmehl genannt wird, verarbeitet. Im Gegensatz zu Getreide hat das Korn keine unterschiedlichen Bestandteile, die man wahlweise weglassen oder mitmahlen kann; insoweit gibt es keinen Ausmahlungsgrad und jedes Buchweizenmehl ist ein „Vollkornmehl“, selbst wenn dies nicht auf der Verpackung steht.

Damit werden in erster Linie Breigerichte, aber auch Suppen, Fladen und Nudeln hergestellt. Ab einer Beimischung von 20 % zu Weizen- oder Roggenmehl darf das Brot als Buchweizenbrot bezeichnet werden. Buchweizenmehl ist mangels Gluten nicht eigenbackfähig. Buchweizengrütze wirkt aufgrund ihrer hohen Quellfähigkeit ähnlich stark sättigend wie Hirse. In Nordamerika sind Buchweizenpfannkuchen, serviert mit Ahornsirup, eine beliebte Spezialität. Auch die bretonische Galette (Bretonisch Krampouezhenn) besteht aus Buchweizenmehl, sie ist die herzhafte Variante der im deutschen Sprachraum bekannteren Crêpe. In der japanischen Küche haben Buchweizennudeln (Soba) und Buchweizen-Tee (Sobacha) einen festen Platz. (Bild Mühlenverein / Kurt Simons) - Textauszüge aus WIKIPEDIA


30.08.2020

August 2020: Blauer Himmel über Buchweizenfeld

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Buchweizen (2) Ein großartige Nah-Aufnahme vom echten Buchweizen bietet die Gelegenheit, noch ein paar Informationen nachzuliefern:

Im Anbau stellt Buchweizen wenig Ansprüche an den Boden und gedeiht auch in sonst ziemlich unfruchtbaren Heide- und Moorgegenden. Die Pflanze ist jedoch empfindlich gegen Kälte und erträgt keine Temperaturen unter +3 °C. Zum Keimen benötigt Buchweizen eine Bodentemperatur über 10 °C und kann daher erst ab Mitte Mai bis Anfang Juni ausgesät werden. Aufgrund dieser Ansprüche ist in Europa ein Anbau nur bis etwa 70° nördlicher Breite und in Höhenlagen bis 800 m möglich. Wegen unsicherer Fremdbestäubung bringt der Buchweizen trotz vieler Blüten nur etwa neun Nüsschen pro Pflanze.

Zur Gewinnung der Buchweizennüsschen erfolgt die Aussaat in Mitteleuropa zwischen Mitte Mai und Mitte Juni, in wärmeren Tieflagen auch erst im Juli. Die Nüsschen reifen schnell innerhalb von zehn bis zwölf Wochen nach der Aussaat, so dass die Ernte im Mähdreschverfahren zwischen Ende Zeichnung der BuchweizenpflanzeAugust und Anfang September erfolgen kann. Buchweizen ist stark witterungsempfindlich, weshalb der Ertrag mit weitaus mehr Unsicherheiten behaftet ist, als bei üblichen Getreiden. Die Erträge liegen bei etwa 10 bis 25 dt/ha. In besonders guten Lagen (Weinbauklima) kann Buchweizen auch als Zweitkultur nach früh abreifenden Vorfrüchten wie Wintergerste angebaut werden. Bei Saatterminen von Mitte bis Ende Juni ist eine Ernte Ende September möglich.

Der späte Termin war auch ein Gewinn für die Müller, die damit die Mahlsaison verlängern konnten, insbesondere wenn kein anderes Mahlgut zur Verfügung stand.

Foto: Kurt Simons / Zeichnung Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885 (gemeinfrei)


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