Mühlenverein Hiesfeld e.V.

Logo MuseumHerzlich Willkommen auf den offiziellen Seiten des Mühlenvereins. Unsere Aufgabe ist die Pflege und der Erhalt der Hiesfelder Mühlen, aber auch die Mühlenkunde mit einem Museum. Mit Klick direkt zum Modell-Museum

 

Mühlen-Frühling

Wassermühle

Bild vergrößern Wasser / Wind

 

Mühlenmuseum / Wassermühle
Sonntags, 10.00 - 12.30 Uhr

Windmühle Mai bis September
1. Samstag, 11.00 - 13.00 Uhr

In beiden Mühlen: EINTRITT FREI

Führung nach telefonischer Vereinbarung: Monika Schürmann 02064 93063

1. Vorsitzender: Kurt Simons kubijasim@t-online.de

 

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web-adresse:
www.muehlenverein.net

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06.06.2021
Windfege im FachwerkhausDie Windfege ist da

In der Geschichte der Landtechnik stellen Windfegen eine der ältesten bekannten Maschinen dar. Obwohl im Kaiserreich China schon im 2. Jahrhundert v. Chr. bekannt, wurden sie nur territorial begrenzt eingesetzt. Die Maschine war teuer, so dass sie schließlich nur im wohlhabenderen Südchina bei der Reisernte vereinzelt eingesetzt und zwecks Kostenteilung meist verliehen wurde. Trotzdem stellte das einen Vorsprung gegenüber Europa dar, wo man Spreu und Weizen per Hand oder mit Schaufeln in die Luft warf, damit der Wind die Spreu davontrug, bzw. die ähnlich mühsame Worfel („Kornschwinge“) einsetzte.

Der Vorsitzende des Mühlenvereins entdeckte diese Windfege mit den 'sozialen Medien', übernahm den Erwerb und Transport und machte auch dieses Foto.

06.06.2021Windfehe aus dem Freilichtmuseum
Windfehe auf dem Anhänger - Ankunft an der WassermühleDie Windfege kommt !?

Die Rotationsworfelmaschine, auch Windfege, Staubmühle, Kornfege, Windsichte, Fegemühle, Blähmühle, Getreidewinde, Getreidewehe oder Getreideputzmühle u. v. a. genannt, ist eine Maschine zur Reinigung von Getreide, die nach dem Prinzip der Windsichtung funktioniert. Sie wird teilweise noch heute in China oder in Entwicklungsländern, aber auch noch vereinzelt in Europa und in den USA eingesetzt.

Eine Windfege trennt mittels eines durch eine Handkurbel zur Rotation gebrachten Windrades die Spreu von Weizen, Hirse, Reis oder anderem Getreide. Zuerst wird das gedroschene Getreide (einschließlich der Spreu) in einen Trichter gefüllt und durch einen gleichmäßigen Luftstrom geführt, der durch das Windrad in einem Luftkanal erzeugt wird. Die Spreu wird aufgrund ihres geringeren Gewichts von dem Luftstrom aus der Maschine geblasen, während das Korn und andere verbliebene schwerere Fremdkörper in der Maschine verbleiben und dann über Schüttelsiebe voneinander getrennt werden.

In Europa wurden Windfegen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts weitgehend von Dreschmaschinen verdrängt. Diese wiederum wurden später im 20. Jahrhundert von Mähdreschern abgelöst.

Um den Prozess vom ‚Korn zum Mehl‘ noch besser erklären zu können, kann der Mühlenverein bald eine eigene Windfege zeigen. Ein wenig Nacharbeit, an der historischen Maschine, ist allerdings notwendig. Nachtrag: Heute werden Mähdrescher zur Saison ausgeliehen. Inwieweit Mühlen (Müller) diesen Service angeboten haben, ist wenig bekannt.

Text z.T. WIKIPEDIA / Foto oben: Wackershofen_Freilandmuseum_Getreideputzmuehle

30.05.2021
Mühlen der Welt Logo

Huis Ten Bosch: Windmill of Kinderdijk

Es ist der größte touristische Themenpark in Japan. Ein Freizeitpark im Stil eines holländischen Dorfes mit Fahrgeschäften und Nachbildungen von Sehenswürdigkeiten. Neben Grachten und Tulpen sind mehrere Windmühlen originalgetreu aufgebaut. Als Land der Berge und Vulkane haben Windmühlen in Japan ansonsten keine Tradition.

Huis Ten Bosch - Themenpark
1-1 Huis Ten Bosch Machi
Sasebo, Nagasaki 859-3292

 

Foto: Dick Thomas Johnson
Aufgenommen am 13. Oktober 2010
Bestimmte Rechte vorbehalten

https://english.huistenbosch.co.jp/

holländische Paltrockwindmühle in Japan

23.05.2021
Frohe Pfingsten

15.05.2021Logo für 30 Jahre Mühlenmuseum
das Fachwerkhaus von 1693
 
 Die Mühle?
Dinslaken Hiesfeld - Das Baujahr war 1693... das sagen die Holzbalken. Die Dokumente, bezüglich der Wassermühle, lassen sich aber schon auf 1506 zurück verfolgen, als dieses Modell Anfang der 1990er Jahre entstand. Viele Gespräche und „Forschungen“ später ist klar: Die Wassermühle wurde erst 1945 in diesen Lagerschuppen verbracht, da das gegenüberliegende Mühlenhaus dringend als Ersatz für zerstörte Wohnhäuser gebraucht wurde. Bis dahin war es „nur“ ein Lagerschuppen und gehörte, wie die Mühle, zum Rittergut „Haus Hiesfeld“. Das Spiegelbild auf der Ostseite des Rotbachs war bis zum Ende des 19. Jh. auch ein Fachwerkhaus und wurde für die Getreide-, Öl- und Lohmühle verwendet. Lohe (gemahlene getrocknete Baumrinde) wurde für die Lohgerberei gebraucht. Orts- und Straßennamen wie Lohscheller, Lohberg, Auf dem Loh weisen auf die damalige Bedeutung hin. Der im Volksmund benutzte Name ‚Paumühle‘ bezog sich auf den Richter Pauwe, der im untersten Adelsstand, Haus Hiesfeld samt Mühle 1506 erwerben durfte. Die Hiesfelder Wassermühle ist die zweite von ehemals 5 Mühlen am Rotbach. Am Oberlauf befand sich die Grafenmühle, am Unterlauf die Mühle Dörnemann im Hiesfelder Dorf, die Stadtmühle (heute Altmarkt) und die Mühle "Haus Wohnung" an der Mündung in den Rhein. Diese verbliebene Wassermühle am Rotbach ist in der Betreuung des Mühlenvereins Hiesfeld. Alle weiteren Informationen finden Sie hier.

09.05.2021

Logo für 30 Jahre MühlenmuseumDas erste Modell im Museum war die Hiesfelder Windmühle...

Windmühle Hiesfeld als ModellDas Modell ist, abgesehen von der Kugelmühle (1:1), das größte Exponat und übersteigt Mannsgröße. Durch den Aufschnitt ist auch das Innenleben über drei Etagen sehr gut zu sehen (siehe Detailbilder). Der Bauherr der konischen Holländerwindmühle (ursprünglich mit Durchfahrt) war Gerhard Eickhoff (geb. am 20. März 1793 in Barmingholten am Rouleer). Der Mühlenbauer Heinrich Brahm aus Meiderich baute sie 1822. Sie wurde als Getreide- und Lohmühle eingesetzt. Lohe (getrocknete Baumrinde) wurde für die Lohgerberei benötigt und sorgte für Beschäftigung in der getreidefreien Zeit.
Das Mahlwerk, Treppenaufgang und die Königswelle
Mehlsöller im Modell

Nach teilweiser Zerstörung im 2. Weltkrieg Krieg wurde sie ab 1950 in vielen kleinen und größeren Schritten restauriert. Seit 1976 wird sie vom Mühlenverein Hiesfeld (Anfangs Förderverein Windmühle) im Auftrag der Stadt Dinslaken betreut. Dem Erhalt gingen zahlreiche Initiativen, insbesondere vom Heimatverein Dinslaken und einem Arbeitskreis aus Hiesfelder Bürgern voraus. Im Museum steht das Modell nun 30 Jahre - das Original feiert im nächsten Jahr den 200en.


02.05.2021
  Sockel der Windmühle freigelegtdie Windmühle mal ganz freigelegt
Das haben selbst "alte" Hiesfelder noch nicht gesehen  
In diesen Tagen bietet sich den Hiesfeldern ein Anblick, der zuletzt vor knapp 200 Jahren möglich war: der bisher vom Erdwall geschützte Sockel der Windmühle ist freigeschaufelt. Ein großes Problem ist die Verwitterung der Ziegelsteine und die damit einhergehende Feuchtigkeit, die sich wiederum negativ auf das Holz im Inneren der Mühle auswirkt. Nach langen Diskussionen im Mühlenverein und vor allem mit Fachleuten, soll eine Bodenheizung mit Fernwärme den Mehlsöller wärmen und das Problem mindern. Warum war das vor 200 Jahren kein wirkliches Problem? Sehr einfach: Die Mühle war im fast täglichen Betrieb; erzeugte selbst Wärme und zusätzlich werden die Müller auch gelüftet haben. Auch wenn das Mühlengebäude nicht von Mehlstaub durchdrungen war, so gab auch das Zerreiben von Eichenrinde (Lohe für Gerbereien) entsprechenden Feinstaub ab.

Danke an Michael Kociok für die Bilder


26.04.2021Petro mit Auszeichnung
Herzlichen Glückwunsch an

Petro van Doorne
  
Heute morgen (26.4) hat unser Mühlenfreund Petro van Doorne einen königlichen Orden bekommen, für die ehrenamtliche Arbeit mit Schulungen von Müllern in Gelderland, Niederlande, Deutschland und Österreich. Überreicht wurde die Auszeichnung vom Bürgermeister von Tiel. Unter dem Vorwand seine Ulrike ins Krankenhaus fahren zu sollen, hatte sie ihn früher aus dem Bett geholt. Petro ist dem Mühlenverein Hiesfeld spätestens durch seinen Gastvortrag beim letzten Mühlen-Talk bekannt.


25.04.2021Logo 200 Jahre Windmühle Hiesfeld
Windwühle Hiesfeld mit freiem Erdboden
 
 Die nackte Mühle
Als in der vorletzten Woche der kleine Bagger kam und das ganze "Grünzeug" um die Mühle herum abräumte, da gab es aber mal sofort Fragen auf facebook. "Dürfen die das...?" - "Bürger werden nicht informiert!" - "Spielplatz...?"
In 2022 feiert die Stadt, der Mühlenverein und hoffentlich auch die Bürger den 200. Geburtstag der Hiesfelder Windmühle. Und bevor die Gäste kommen, soll alles wieder (schön) hergerichtet sein. Auf facebook hat der Vorsitzende des Mühlenvereins Kurt Simons reichlich Auskunft gegeben, "was da so gemacht werden soll". Anzufügen wäre noch der behindertengerechte Ausbau der Bushaltestelle. Das stand aber auch schon in der Zeitung. In den letzten 75 Jahren haben die Hiesfelder die Mühle immer nur von einer Seite gesehen. Dieser Windmühlentyp hat viele Namen (Erd-Holländer, Kappen-Mühle...) Wenn man die Mühle 'in den Wind stellen will', dann muss man die Kappe samt Flügel um die Mittelachse drehen können. Die häufigste Windrichtung im Jahr ist Südwest. Mit der Böschung, wie sie bis 1922 war, lässt sich das wieder machen: Statt des Elektromotors dreht dann der Wind die Flügel (oder auch Ruten genannt). Ach so, wer hat das alles genehmigt? Der Mühlenverein hat im Spätherbst 2018 mit dem Bürgermeister über den Geburtstag gesprochen und dann sind üblicherweise das Bauamt, der Kämmerer, das Grünflächenamt und... im Einsatz. Zwischendurch hat der Mühlenverein aus Spenden und Eigenmittel 13.000 Euro in die Mühlensicherheit investiert. Und da wäre noch der Dank an Frank Malotke für das Luftbild aus 51m Höhe (natürlich genehmigt durch die Deutsche Flugsicherung)

18.04.2021Logo für 30 Jahre Mühlenmuseum
Johann Kampen vor seiner Mühle auf der neu gebauten Brücke über den Rotbach
 
 Die Brücke
Über 80 Jahre, bevor aus dem Backsteingebäude das Mühlenmuseum entstand, wurde hier für eine paar Jahre mit einer Walzenmühle Hafer für den Futtermarkt gepresst (und Versuche mit einer Ölpresse gemacht?). Details sind leider nicht bekannt. Wenn man die Gepflogenheiten der Zeit zugrunde legt, dann ist der Mann mit dem Hut Johann Kampen. Er wohnte in Spellen und hatte eine Frucht- und Mehlhandlung in Wesel. 1904 stellte er den Antrag auf Genehmigung dieser Brücke, die keinen Eingang in das Mühlhaus (re. im Bild) hatte. Der Zweck war die bessere Reinigungsmöglichkeit der Holzklappen am Wasserrad, die ständig vermoosten und damit die Rotation verlangsamte. Der Beigeordnete Bollwerk genehmigte die Brücke im Auftrag des Bürgermeisters. 20 Jahre später (Kampen hatte die Wassermühle längst wieder verkauft) erlitt der Pächter Altebockwinkel bei dieser Reinigung einen Arbeitsunfall. Das Wasserrad scherte einen Arm von seinem Körper. Seine Frau Anna brachte ihn mit einer Schubkarre ins Dinslakener Krankenhaus. Er überlebte, musste jedoch seinen Beruf als Müller aufgeben. Wie heute vor Ort und auf Bildern zu sehen ist, wurde diese Brücke danach entfernt. Besucher des Mühlenmuseums, die auch einen Blick in das Fachwerkhaus werfen wollen, müssen den sicheren Weg über die nächste Straßenbrücke (Kirchstraße) nehmen.

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